Fahrtraining für Zivildienstleistende
 
Zivildienstleistende gehören in der Regel zur Gruppe der Fahranfänger, bei denen das Unfallrisiko überdurchschnittlich hoch ist. Aus diesem Grund müssen Zivildienstleistende, die überwiegend in Tätigkeitsfeldern beschäftigt sind, zu denen das Führen eines Kraftfahrzeugs gehört, ab dem 1. Oktober 2009 ein besonderes Fahrtraining von fünf Stunden absolvieren. Dies betrifft Zivildienstleistende der Tätigkeitsgruppen 07, 08, 11, 19, 45 oder die in Tätigkeitsfeldern wie ''Essen auf Rädern'', im Behindertenfahrdienst oder anderen Personentransporten eingesetzt werden. Dadurch soll der Verantwortung, die Zivildienstleistenden mit dem Fahrtraining übertragen wird, Rechnung getragen werden.

Die GFU will mit ihrem Fahrtraining die Teilnehmer zu einem gewissenhaften, eigenverantwortlichen und materialschonenden Umgang mit den ihnen anvertrauten Fahrzeugen motivieren. Als Ausbilder stehen Fahrlehrer mit langjähriger Berufserfahrung zur Verfügung.

  1. Einführung
    Durch das Fahrtraining werden die Zivildienstleistenden befähigt, die Grenzen von Fahrer und Fahrzeug in der Praxis zu erkennen und damit umzugehen. In praktischen Übungen vertieft der Teilnehmer, wie er sich bei Kurvenfahrten und Spurwechsel korrekt verhält oder wie er in Gefahrensituationen richtig bremst.

  2. Programm
    Die Schulung umfasst 5 Zeitstunden, aufteilt in Theorie und praktische Fahrübungen.
    • Die theoretische Schulung erfolgt in Form von vorbereiteten Fachgesprächen mit anschließender Diskussion.
    • Die praktische Schulung erfolgt in Form einer Einweisung am Fahrzeug selbst sowie in Form von Fahrübungen und einer begleiteten Übungsfahrt.

Inhalte der theoretischen Schulung

Fahrzeug und Technik:
  • Verhalten vor Antritt der Fahrt
  • Verhalten während der Fahrt
  • Verhalten bei der Fahrzeugpflege
  • Verhalten beim Tanken
Fahrphysikalische Gesichtspunkte:
  • Gefahrenlehre
  • Rückwärtsfahren
Verkehrsrechtliche Aspekte:
  • Bedeutung der Fahrerlaubnis auf Probe
  • Transport von Personen
  • Pflichten des Fahrzeugführers nach Pannen und Unfällen
Inhalte der praktischen Schulung

Einweisung am Fahrzeug
  • Fahrzeugcheck durch Sichtprüfung
  • Durchführen eines Radwechsels
  • Wechseln einer Glühbirne / Sicherung
Fahrübungen
  • Rückwärtsfahren mit Außenspiegeln
  • Einschätzung von Engstellen
  • Durchfahren von Engstellen in Vorwärts- und Rückwärtsfahrt
  • sicheres Ausweichen
  • unterschiedliche Bremstechniken
  • kontrolliertes Kurvenfahren
  • Einparken
Kontaktinformationen

Telefon: 0 68 31 / 953 0